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Amt Schlaubetal – Stellungnahme Freibad Müllrose
Amt Schlaubetal · Offizielle Information

Stellungnahme zu den Funden im Strandbereich des Freibades Müllrose

Die Amtsverwaltung ordnet den Sachverhalt auf Grundlage des derzeit gesicherten Erkenntnisstandes ein und informiert über die bereits veranlassten Maßnahmen zur Gefahrenabwehr.

Stand: 04.06.2026 Ort: Freibad Müllrose Amtliche Veröffentlichung

Obwohl der Amtsverwaltung bislang keine Anfragen aus der Bürgerschaft oder von Erholungsgästen vorliegen, sieht sie sich aufgrund der Berichterstattungen vom 28.05.2026 und 04.06.2026 veranlasst, zu den dort dargestellten Funden im Strandbereich des Freibades Müllrose sowie zu den hieraus gezogenen Schlussfolgerungen Stellung zu nehmen.

Zugleich ist es angezeigt, den Sachverhalt auf Grundlage des derzeit gesicherten Erkenntnisstandes sachlich einzuordnen und die bereits veranlassten Maßnahmen darzustellen.

Einordnung des Sachverhalts

Am 28.05.2026 wurde in der Presse über Funde rostiger Metallteile im Strandbereich des Freibades Müllrose berichtet. Dabei wurde unter anderem die Darstellung wiedergegeben, es handele sich um Reste eines verrottenden Maschendrahtzaunes im Sand. In der weiteren Berichterstattung vom 04.06.2026 wurde diese Darstellung erneut aufgegriffen.

Richtig ist, dass die Amtsverwaltung von Beginn an die Klärung des Sachverhalts, die Bewertung einer möglichen Gefährdungslage sowie die Einleitung geeigneter Sicherungsmaßnahmen priorisiert hat. Die Beantwortung von Presseanfragen war aufgrund der nicht vorhandenen Nachfragen aus der Bevölkerung entsprechend nachgeordnet.

Soweit durch die Berichterstattung in der Öffentlichkeit der Eindruck entstanden sein sollte, die Amtsverwaltung habe trotz frühzeitiger Kenntnis des Sachverhalts untätig oder nicht reagiert, entspricht dies nach dem dokumentierten Sachstand nicht der tatsächlichen Ablauffolge.

Hinweis zum Informationsablauf: Der Amtsverwaltung liegt eine E-Mail des Leiters der Wasserrettungsstation Müllrose vom 01.06.2026 vor, in der ausdrücklich bestätigt wird, dass eine Meldung an die Amtsverwaltung – anders als aus der Presseberichterstattung abgeleitet werden könnte – tatsächlich unterblieben war.

Bereits am 26.05.2026 ging bei der Amtsverwaltung eine Presseanfrage zu einer vermeintlich erheblichen Gefahrenlage im Strandbereich ein. Daraufhin erfolgte am 27.05.2026 eine umgehende Ortsbegehung.

Vorsorglich wurde das Freibad zunächst großflächig gesperrt, um eine mögliche Gefährdung der Badegäste auszuschließen und den Sachverhalt umfassend prüfen zu können. Die erste Begehung ergab keine Hinweise auf eine akute oder flächendeckende Gefährdung.

Am 28.05.2026 wurde der betroffene Strandbereich mit Hilfe von Metalldetektoren systematisch untersucht, um mögliche Gefahrenquellen zu lokalisieren und zu dokumentieren.

Die hierbei festgestellten Funde im allgemeinen Strandbereich entsprechen überwiegend typischen Strand- und Kleinmetallfunden, wie beispielsweise Kronkorken, Münzen, kleineren Metallresten und sonstigen Alltagsgegenständen.

Nach dem derzeitigen Stand der durchgeführten Untersuchungen ist zwischen diesen allgemeinen Strandfunden einerseits und den im konkret abgesperrten Bereich festgestellten Metallresten andererseits zu unterscheiden.

In dem abgesperrten Bereich wurden überwiegend stark korrodierte Metallreste aufgefunden. Nach ihrem Erscheinungsbild und ihrer Beschaffenheit lassen sich diese nach derzeitiger Einschätzung nicht einem intakten oder zerfallenden Maschendrahtzaun zuordnen. Vielmehr sprechen die bisherigen Erkenntnisse dafür, dass es sich um Metallreste handelt, die im Zusammenhang mit der Verbrennung von mit Nägeln, Beschlägen oder ähnlichen Metallteilen belastetem Altholz bei ungenehmigten Lagerfeuern entstanden sind.

Die vorgenommene Gleichsetzung sämtlicher Funde mit „Zaunresten“ lässt sich auf Grundlage der bislang vorliegenden Erkenntnisse nicht bestätigen.

Maßnahmen der Amtsverwaltung

Unabhängig von der medialen Berichterstattung bewertet die Amtsverwaltung jeden Hinweis auf mögliche Gefahren im öffentlichen Bereich des Freibades mit der gebotenen Sorgfalt und Priorität.

Festzuhalten ist, dass im ersten Quartal eines jeden Jahres eine Strandreinigung erfolgt.

Als Konsequenz der aktuellen Funde wurde vorsorglich der betroffene Teilbereich abgesperrt. Nach den veröffentlichten Angaben umfasst die gesicherte Fläche etwa 16 x 10 Meter und wurde mittels Absperrschranken sowie Absperrband kenntlich gemacht.

Zur nachhaltigen Gefahrenabwehr und zur vollständigen Beseitigung möglicher Gefahrenquellen werden weitere Maßnahmen umgesetzt. Ab dem 05.06.2026 wird die rechte Seite des Freibades Müllrose vorübergehend gesperrt. Die Sperrung erfolgt voraussichtlich bis einschließlich 08.06.2026, um den bei den Sondierungsarbeiten festgelegten Bereich vollständig zu bearbeiten und den vorhandenen Sand auszutauschen.

Geplante Maßnahme: Der Sandaustausch im betroffenen Bereich dient der vorsorglichen und nachhaltigen Gefahrenabwehr. Die hierfür veranschlagten Kosten belaufen sich auf rund 10.000 Euro.

Die Sicherheit der Badegäste besitzt für die Amtsverwaltung oberste Priorität. Trotz aller veranlassten Sicherungs-, Kontroll- und Präventionsmaßnahmen kann nicht zu 100 Prozent gewährleistet werden, dass im öffentlichen Raum sämtliche durch Dritte verursachten Risiken vollständig ausgeschlossen werden. Sämtliche Entscheidungen wurden und werden auf Grundlage des jeweils vorliegenden Erkenntnisstandes getroffen.

Hinweis für Badegäste

Die Amtsverwaltung bittet alle Bürgerinnen und Bürger sowie die Badegäste um Verständnis für die vorübergehenden Einschränkungen und um Beachtung der eingerichteten Absperrungen.

Die Sperrung der rechten Seite des Freibades Müllrose vom 05.06.2026 bis voraussichtlich einschließlich 07.06.2026 dient ausschließlich der vorsorglichen und nachhaltigen Gefahrenabwehr sowie der Durchführung des erforderlichen Sandaustausches im betroffenen Bereich.

Über den Fortgang der Arbeiten und die Wiederfreigabe des Strandbereiches wird rechtzeitig informiert.

Amt Schlaubetal · Offizielle Homepage-Veröffentlichung

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